Mittelabruf

Legen Sie unbedingt ein eigenes, separates Projektkonto für alle mit dem Projekt zusammenhängenden Ausgaben und Einnahmen an. Die Bundeskasse zahlt die Fördergelder aus Gründen der Transparenz ausschließlich auf ein extra für das Projekt eingerichtetes Konto aus.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Umsatzsteuer nicht aus den Fördergeldern bezahlen dürfen, wenn Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Wenn Sie die Rechnung inklusive Umsatzsteuer vom Projektkonto begleichen, müssen Sie den für die Umsatzsteuer notwendigen Betrag vorher auf das Projektkonto einzahlen und sich bei der Steuererklärung vom Finanzamt erstatten lassen.

Die Förderung wird nicht auf einmal ausgezahlt, sondern es wird Ihnen der Betrag zur Verfügung gestellt, den Sie für die nächsten sechs Wochen benötigen. Bitte kalkulieren Sie daher für die Mittelanforderungen die voraussichtlichen Ausgaben für diesen Zeitraum und planen Sie, welcher Teil davon aus dem Eigenanteil, den Drittmitteln, sofern vorhanden weiteren öffentlichen Mitteln und den Fördermitteln von „Ein Netz für Kinder“ finanziert werden soll.

Die Förderhöchstgrenze von 50 Prozent gilt nicht für die einzelne Mittelanforderung, sondern für den Gesamtförderanteil. Daher können Sie bei Bedarf z.B. für Anfangsinvestitionen mehr Fördermittel anfordern als Sie im selben Sechs-Wochen-Zeitraum Eigen- und Drittmittel einsetzen.

Die angeforderten Fördermittel werden etwa zwei Wochen nach Ihrer Mittelanforderung auf Ihr Projektkonto eingezahlt.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Fördermittel innerhalb von sechs Wochen ab der Auszahlung durch die Bundeskasse verbraucht haben müssen (alsbaldige Verwendung). Informieren Sie uns unverzüglich, wenn dies einmal nicht möglich sein sollte.

Sie können die Fördermittel aber auch in kleineren oder größeren Zeitabständen abrufen, wenn sich z.B. vor Ablauf der sechs Wochen kurzfristig weiterer Finanzbedarf ergibt oder in bestimmten Projektphasen keine Fördergelder notwendig sind.

Das Formular zur Mittelanforderung erhalten Sie als Anlage 3 zum Zuwendungsbescheid per Post und parallel dazu per E-Mail. Sie tragen in das Formular zunächst alle bisherigen Ausgaben inklusive Rück- bzw. Beistellungen ein und schlüsseln auf, wie diese finanziert wurden. Anschließend geben Sie an, welche Ausgaben inklusive Rück- bzw. Beistellungen Sie für die nächsten sechs Wochen planen und wie Sie diese finanzieren werden.

Da sich Ausgaben sechs Wochen im Voraus nicht immer genau planen lassen, kann es zu Abweichungen zwischen Ihren Angaben im Formular und den tatsächlichen Ausgaben kommen. Sollten Sie also mehr oder weniger Mittel eingesetzt haben als geplant, erläutern Sie bitte erhebliche Abweichungen (i.d.R. ab 500 €) in einem kurzen Anschreiben und schicken es uns zusammen mit der nächsten Mittelanforderung.

In den Hilfestellungen zur Mittelanforderung zeigen wir Ihnen anhand von Beispielen, wie Sie die Ausgaben und deren Finanzierung sowie die Abweichungen berechnen.

Senden Sie uns den ausgefüllten Vordruck unterschrieben per Post oder Fax. Von der Prüfung durch die Geschäftsstelle bis zur Auszahlung durch die zuständige Bundeskasse sollten Sie zwei Wochen Zeit einplanen.

FAQ

Kann die Bearbeitungszeit für die Mittelanforderungen in dringenden Fällen verkürzt werden?

Die Bearbeitungszeit kann lediglich um die Postlaufzeit verkürzt werden, indem Sie uns das Formular vorab per E-Mail schicken, sodass wir Ihre Angaben prüfen und die Kassenanweisung für die Bundeskasse vorbereiten können, bis uns das unterschriebene Original auf dem Postweg erreicht.

 

Kann ich die Mittelanforderung zur Vorab-Prüfung senden?

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie das Formular korrekt ausgefüllt haben, können Sie uns die Mittelanforderung zunächst per E-Mail senden. Wir prüfen diese dann vorab und teilen Ihnen mit, ob Sie sie per Post schicken können oder ob noch Korrekturen notwendig sind.

 

Was passiert, wenn ich die Fördermittel nicht innerhalb von sechs Wochen verausgaben kann?

Sie sollten sich umgehend bei uns melden, da wir grundsätzlich für  nicht fristgerecht verbrauchte Mittel Zinsen in Höhe von 5 Prozent über dem Basiszinssatz erheben müssen.

Sollte eine Rücküberweisung notwendig sein, teilen wir Ihnen die Kontoverbindung und den Verwendungszweck für die Rücküberweisung an die Bundeskasse mit. Die Gelder stehen danach weiterhin für Ihr Projekt zur Verfügung und können mit einer späteren Mittelanforderung wieder abgerufen werden.